Pech gehabt

Man(n) hat‘s ja: Nick Mason setzte seinen McLaren F1 GTR (geschätzter Wert: 3,7 Millionen US-Dollar) auf dem Goodwood Rundkurs frontal gegen eine Mauer. Der ehemalige Pink Floyd-Schlagzeuger entstieg dem Wrack glücklicherweise unverletzt.

Einbruch beim früheren Scorpions-Drummer James Kottak: Langfinger entwendeten ihm alle seine im Laufe der Karriere angesammelten Gold- und Platin-Auszeichnungen, mehr als ein Dutzend Gitarren und Bühnenklamotten im Wert von mehr als 50.000 US-Dollar.

Bruce Dickinson ist Pleite. Oder besser gesagt: Das Unternehmen Cardiff Aviation, in dessen Vorstand der Iron Maiden-Fronter sitzt, ist mit Gehaltszahlungen in Verzug geraten. Fünfzig Prozent der ausstehenden Mitarbeiterlöhne und -gehälter begleicht Dickinson nun aus eigener Tasche.

Dies ist leider keine alternative Wahrheit, sondern neue Realität: Die japanischen Donner-Metaller Loudness mussten ihre US-Tournee kurzfristig absagen, nachdem ihnen aufgrund geänderter Regularien durch die Trump-Regierung die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert wurde. Genügten bislang offizielle Einladungsschreiben, sind inzwischen gültige Visa erforderlich.

Man(n) wird ja nicht jünger und ist auch keine 50 mehr: Während sich Mötley-Crüe-Bassist Nikki Sixx erfolgreich ein neues Hüftgelenk einsetzen ließ, muss sich Kix-Gitarrist Ronnie Younkins der wer-weiß-wievielten Alkoholentziehungskur unterziehen.

Kaum zu glauben, aber Gene Simmons bestätigte, dass Kiss an neuen Songs arbeiten. Ein Arbeitstitel ist auch schon publik geworden: ‘Your Wish Is My Command’. Von einem kompletten Album will die Schlabberzunge allerdings nichts wissen. Und wer auch einmal mit so dermaßen viel Geld um sich schmeißen will wie Simmons, der merke sich sein neues, am 14. November erscheinendes Buch »On Power« vor – einem Ratgeber, wie jeder viel, viel Kohle verdienen kann.

Mit einer kryptischen Nachricht auf seiner Homepage heizte Robert Plant Gerüchte an, dass sich Led Zeppelin nun doch zu ihrem 50-jährigen Jubiläum für ein Konzert im Rahmen des Desert Trip Festivals im Oktober wiedervereinigen könnten. Vielleicht. Eventuell. Unter Umständen. Möglicherweise. Nichts Genaues weiß aber niemand – nicht mal Plant selbst.

Haben sich die Gemüter beruhigt – oder ist‘s nur „Altersweisheit“ in Form eines in Signalrot blinkenden Kontostands? Sammy Hagar jedenfalls bekundet starkes Interesse an einer Tour mit Van Halen – allerdings nur, wenn er sich mit David Lee Roth den Gesang teilen darf. Wir haben allerdings noch zu gut Hagers Antwort auf die Frage in Erinnerung, was er als erstes anordnen würde, wenn er US-Präsident werden würde. Antwort: „Eine Undercover-Aktion des CIA gegen Van Halen!“ Okay, lassen wir das – ist ja auch schon gut zwanzig Jahre her … Aber: Gleichzeitig hofft Hager auch, dass Michael Anthony – inzwischen mit ihm gemeinsam bei Chickenfoot – ebenfalls an dieser Van Halen Tour der besonderen Art teilnehmen könnte.

Achtung! Autogramm-Jäger können sich das Warten zumindest auf Poison-Bassist Bobby Dall sparen. Denn der Sticksman hat klargestellt, dass er „wenig Lust“ verspürt, für „so genannte Fans“ Autogramme zu geben, „nur damit die signierten Accessoires kurz darauf zu horrenden Preisen von professionellen Händlern angeboten werden“. Auch sonst scheint die Arbeitsmoral der Herrn Künstler nicht gerade hoch zu sein: Laut Rikki Rockett spielen die Glamer mit dem Gedanken – man höre und staune -, einen ganzen (!) neuen Song aufzunehmen. Wir sind geplättet und könnten uns vor lauter Vorfreude gegenseitig flugbegatten!

Ritchie Blackmore’s schlägt mit Rainbow in eine ähnliche Kerbe: Auch „uns Richard“ hat einen – noch einmal: einen – neuen Song aufgenommen und noch dazu einen älteren Track neu eingespielt. Doch seine Neigung, ein komplett neues Album einzuspielen, bewegt sich im Null-Bereich. Allerdings: die Veröffentlichung weiterer Singles sei „durchaus möglich“.

Das ist ein Dauerbrenner und wohl auf unbestimmte Zeit der Running Gag bei T-ROCK: Während Geoff Tate nun doch wieder potenzielles Interesse an einer Rückkehr zu Queensryche bekundet, würde Drum-Wunder Mike Portnoy am liebsten heute als morgen zu Dream Theater zurückkehren.

Au weia: US-Präsident Donald Trump empfing Kid Rock und Ted Nugent zu einem Dinner im Weißen Haus. T-ROCK spekuliert mal: Da beide Musiker Ambitionen auf einen Gouverneursposten hegen, könnten sich die Beiden Tipps geben lassen haben, wie man dem Wahlkampf-Ausgang den richtigen Dreh verleiht. Apropos: Uns Ted-dy Bärchen hat seine kommende US-Tournee unter das Motto „Make America Rock Again“ gestellt …

Das wär‘n Ding gewesen: Laut Bassist Geezer Buttler wollten Black Sabbath nach ihrem letzten Diskus »13« noch ein Blues-Album veröffentlichen, das „back to the early roots“ gehen sollte und sich am Sound zu Polka Tulk Blues Band-Zeiten der Spätsechziger orientiert.

Daher kommt wohl das Wort „Höhenflug“: Nachdem Metallica bereits auf allen Kontinenten inklusive der Antarktis gespielt haben, sondieren Hetfield & Co. jetzt die Möglichkeiten, um als erste Band einen Auftritt im Weltraum zu realisieren. Nein, das war kein verspäteter Aprilscherz!

Mike Rutherford stellt vage in Aussicht, dass aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums von Genesis an einigen der geplanten Konzerten Tony Banks und Phil Collins mitwirken könnten.

Ozzy Osbourne bricht im August zu seiner ersten Solotournee seit sechs Jahren auf. Allerdings sind bis jetzt erst eine Handvoll Konzerte nur in den Vereinigten Staaten bestätigt. Als Tour-Begleitband sollen voraussichtlich Bassist Rob „Blasko“ Nicholson, Schlagzeuger Tommy Cluefos, Keyboarder Adam Wakeman und Gitarrist – Tusch! Konfettiregen! Feuerwerk! – Zakk Wylde fungieren.

Zwar trat Nikki Sixx vehement Gerüchten entgegen, Mötley Crüe würden an einem „Back To The Roots“-Album arbeiten und für 2018 eine Comeback-Tournee planen. Doch redaktionsintern sind wir uns sicher: Es muss nur jemand kommen, der einen Scheck mit der richtigen Summe unterschreibt …

Nee, nee, nee – keine falschen Hoffnungen: Don Dokken schließt nach der kurzzeitigen Reunion im vergangenen Jahr für einige Shows in Japan weitere Konzerte von Dokken in Originalbesetzung aus. Jedenfalls derzeit. Im Moment. Vorerst. Wir sind gespannt, welche Zahl auf dem ausgestellten Scheck Donnie-Boy umstimmt …

Noch so ein Frustkasper: Foreigner-Sänger Kelly Hansen sieht „keinen Sinn darin, noch einmal ein komplettes Studioalbum mit neuen Songs zu veröffentlichen“, da es „am Tag nach dem Erscheinen ohnehin als kostenloser Download im Internet zu finden wäre“. Er stellt aber einzelne neue Songs in naher Zukunft in Aussicht.

Langeweile, oder was? Glenn Hughes hat mit Gitarrist Dario Mollo ein neues Projekt ins Leben gerufen: Ezoo.

Da hat aber jemand‘nen langen Winterschlaf gehalten – oder einfach nur den Murmeltier-Tag verpasst: Junkyard, Street-Rocker mit Southern Rock Einschlag, melden sich nach 26 Jahren mit einem neuen Album zurück – Titel: »High Water«.